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Teilnahme

Die Anforderungen

Der Jessup ist der bekannteste Moot Court und daher auch durchaus anspruchsvoll. In der Zeit von September bis Januar erfordert die Erstellung der Schriftsätze intensiven Arbeitseinsatz. Die Vorbereitung auf die mündlichen Verhandlungen nimmt weniger Zeit in Anspruch, sollte aber ebenfalls nicht unterschätzt werden.

Im Semester des Moot Courts müssen die Teammitglieder ihren Schwerpunkt daher auf den Wettbewerb verlagern. Realistisch ist, dass man noch einen großen oder zwei kleine universitäre Scheine nebenher absolvieren kann.

Die Vorteile

  • Expertise im Völkerrecht: Wer sich ein halbes Jahr lang intensiv mit spannenden und anspruchsvollen völkerrechtlichen Fragen beschäftigt, erweitert und vertieft nicht nur sein Wissen. Er wird auch ein exzellentes Gespür für das Rechtsgebiet entwickeln, welches man nicht durch die bloße Lehrbuchlektüre erlangen kann.
  • Vorbereitung für den Schwerpunkt und Praktika bei Internationalen Organisationen: Durch die Teilnahme am Jessup deckt man zu 80% das für den Schwerpunkt "Völkerrecht" erforderliche Wissen ab. Die mit der Teilnahme verbundene tiefgründige völkerrechtliche Arbeit qualifiziert auch in besonderem Maße für spätere Praktika oder Stationen beim Auswärtigen Amt sowie bei Internationalen Organisationen.
  • Sprachkenntnisse: Sprache der Schriftsätze und mündlichen Verhandlungen ist Englisch. Für die Vorbereitung wird fast ausschließlich auf englischsprachige Literatur zurückgegriffen.
  • Rhetoriktraining: Die mündlichen Verhandlungen und die Vorbereitung hierauf stärken Auftreten, Rhetorik, Schlagfertigkeit, Spontaneität und Argumentationsfähigkeit. Eine bessere Vorbereitung auf mündliche Prüfungen, Bewerbungsgespräche, Gerichtsverhandlungen in Referendariat und Beruf gibt es nicht.
  • Teamarbeit und Spaß: "Jessup is a way of life", so hat es eine Jessup-Teilnehmerin einmal treffend formuliert. Die Vorbereitung ist zwar anstrengend, aber als Team wächst man zusammen und wird viele unvergessliche Momente erleben, von den spannenden Nächten vor der Schriftsatzabgabe bis hin zur Ergebnisverkündung bei der nationalen Ausscheidung. Dort sowie in Washington, D.C., erwarten einen zudem spannende Begegnungen mit jungen Völkerrechtlern aus der ganzen Welt, wobei das Feiern auch nicht zu kurz kommt.
  • Intensive Unterstützung: Ein Team des Lehrstuhls für Völkerrecht und Rechtsvergleichung von Prof. Dr. Silja Vöneky wird das Team von der Ausgabe des Sachverhalts bis zur letzten Verhandlung betreuen.
  • Anerkennung als Sprachqualifikation und Schlüsselqualifikation im Sinne von § 9 JAPrO

Integration ins Studium: Neuregelung des Freischusses in Baden-Württemberg gilt für Jessup Moot Court

Nach der Neuregelung des § 22 Abs. 2 Nr. 5 JaPrO wird die Teilnahme an Moot Courts unter bestimmten Voraussetzungen als Freisemester für die Berechnung der Mindestsemester beim "Freischuss" anerkannt:

Diese Regelung gilt nur, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • "...es muss sich um eine von einem Hochschullehrer betreuten internationalen, fremdsprachigen Verfahrenssimulation, handeln die von einer Hochschule oder einer sonstigen vergleichbaren Organisation durchgeführt wird, wenn die Teilnahme den Kandidaten zeitlich so in Anspruch genommen hat, dass er seinem Studium nicht mehr in angemessenem Umfang nachkommen konnte; über die Art des Wettbewerbs und die hierfür von dem Kandidaten aufgewendete Zeit ist ein von der Universität ausgestellter Nachweis beizubringen."

Zu diesen Moot Courts zählen nach der bisherigen Verständigung zwischen den Universitäten und den Prüfungsämtern in jedem Fall der Philip C. Jessup International Law Moot Court und der Willem C. Vis Arbitration Moot Court.

Nach dem derzeitigen Stand der Auslegung von § 22 Abs. 2 Nr. 5 JaPrO soll es zudem unbegrenzt möglich sein, neben dem Moot Court noch Klausuren zu schreiben und Scheine zu erwerben. Anders als bei der bislang geltenden Möglichkeit der Beurlaubung besteht kein Verbot, Prüfungsleistungen zu absolvieren, so lange seitens der Universität bescheinigt wird, dass der Moot Court die Durchführung des Studiums in angemessenem Umfang beeinträchtigt.

Insgesamt können Sie bis zu vier Freisemester anrechnen lassen - wenn Sie am "Jessup" teilnehmen und davor bzw. danach einen Auslandsaufenthalt absolvieren, verlieren Sie also keine Studienzeit für die Examensvorbereitung.

Zeitplan

  • In der Zeit von September 2017 bis Januar 2018 arbeiten die Teams die Schriftsätze aus.
  • Voraussichtlich im Februar/März 2018 findet in Deutschland die nationale Vorausscheidung statt. Daran nehmen ca. 20 deutsche Universitäten teil. Die beiden besten Teams …
  • … reisen im April 2018 zur einwöchigen Internationalen Ausscheidung nach Washington, D.C. Dort treffen Sie auf die siegreichen Teams aus aller Welt und müssen sich dem internationalen Vergleich stellen. Im Finale treffen die beiden besten Teams aufeinander und müssen sich vor besonders bedeutenden Völkerrechtlern, teilweise sogar "echten" Richtern des Internationalen Gerichtshofs aus Den Haag, beweisen.